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Lesezeit: 2:33 min
Guten Morgen,
es ist Freitag und du liest VITAMIN C 🍋.
Willkommen an die 37 neuen Leserinnen und Leser, die sich in den letzten zwei Wochen angemeldet haben. Ihr seid in guter Gesellschaft.
Wie immer habe ich fünf Food Insights aufgespürt, die eure Aufmerksamkeit verdienen.
Hier sind sie:
1. [Science | Report] 🌙 Hummus vom Mond

Mondstaub enthält keine Nährstoffe, ist stark wasserabweisend und steckt voller toxischer Schwermetalle. Kein Boden, auf dem irgendwer ernsthaft Landwirtschaft betreiben würde.
Und trotzdem hat ein Forschungsteam aus den USA genau das versucht. Und es hat funktioniert.
Sie haben simulierten Mondstaub mit Wurmkompost und speziellen Pilzen gemischt. Die Pilze gehen eine Symbiose mit Kichererbsenwurzeln ein, helfen bei der Nährstoffaufnahme, filtern Schwermetalle und verbessern die physikalische Struktur des scharfkantigen Gesteins.
Das Ergebnis: erntereife Samen.
Ob die geernteten Kichererbsen giftige Metalle aufgenommen haben und wirklich lebensmittelsicher sind, ist noch nicht final untersucht. Trotzdem spannende Forschung.
Mehr dazu hier.
2. [Insight] 🧅 20 Jahre für diese Zwiebel

Wenn ich Zwiebeln schneide, muss ich jedes Mal weinen.
Nach 20 Jahren Forschung haben Forscher in Japan eine Lösung dafür entwickelt: eine tränenfreie Zwiebel namens Smile Ball. Sie haben das Enzym identifiziert, das die Augen zum Tränen bringt (Lachrymatory-Faktor-Synthase) und es mit schweren Ionenstrahlen blockiert. Das Ergebnis soll augenfreundlich sein und wie roher Apfel schmecken.
In Japan kostet so eine Smile Ball Zwiebel etwa 1,70 EUR pro Stück. Der Umsatz soll in den nächsten drei Jahren auf das Fünffache wachsen. In den USA werden die Zwiebeln als Goldies vermarktet und sind bereits landesweit erhältlich.
Ich würde es aus reiner Neugier gerne ausprobieren. Aber langfristig 1,70 EUR pro Zwiebel? Wahrscheinlich nicht.
Mehr dazu gibt’s hier.
3. [Insight] 🍬 Der Anti-Zucker-Kaugummi

Ein Kaugummi, der Schokolade nach nichts schmecken lässt.
Ich habe Sweet Victory Gum ausprobiert und es funktioniert.
Der Wirkstoff ist Gymnema, eine ayurvedische Pflanze, auch bekannt als Gurmar, Hindi für "Zuckerzerstörer". Seine molekulare Struktur ähnelt Glukose, sodass er dieselben Rezeptorstellen auf den Geschmacksknospen besetzt. Süßes hört auf, süß zu schmecken. Der Effekt setzt innerhalb von zwei Minuten ein und hält etwa zwei Stunden an.
Der Kaugummi wurde von einem israelischen Startup entwickelt, gegründet von einer Psychologin und einer Ernährungswissenschaftlerin. Ihre These: Zuckerhunger ist sowohl physisch als auch emotional. Der Kaugummi adressiert beides.
Ob das wirklich Mainstream-Potenzial hat, bezweifle ich, aber es hat Spaß gemacht, es auszuprobieren.
4. [Insight] 🍊 Orangensaft ohne Orangen

Not macht erfinderisch. Das hat meine Oma immer gesagt.
Der japanische Lebensmittelhersteller Kagome hat es gerade bewiesen.
Der Literpreis für Orangensaft ist in Japan seit 2020 auf fast das Vierfache gestiegen. Gründe sind schlechte Ernten, schwacher Yen und hohe Importabhängigkeit. Einige Supermärkte haben Orangensaft zeitweise ganz aus dem Sortiment genommen.
Kagomes Antwort: ein Saft namens Beyond, der nach Orange schmeckt, aber keine einzige Orange enthält. Nach zwei Jahren Entwicklung hat das Unternehmen gelbe Karotten, Äpfel und weitere Früchte zu einem Geschmacksprofil entwickelt, das Orangensaft imitiert.
Ist das Verwirrung für unsere Geschmacksknospen oder eine großartige Erfindung, die sich auf andere knappe Früchte übertragen lässt (von denen wir mit dem Klimawandel leider immer mehr haben werden)?
Was meinst du?
5. [Inspiration]

In einer Welt, in der KI viel von unserer Laptoparbeit übernimmt, gewinnen die Menschen, die besser denken. Genau da kommt kognitive Fitness ins Spiel.
Ich bin überzeugt, dass "kognitive Fitness” zur nächsten Wellness-Metrik wird.
Genau wie 2 Liter Wasser pro Tag, 8 Stunden Schlaf, 10.000 Schritte - wir werden irgendwann eine willkürliche Empfehlung von ~9 Seiten Lesen pro Tag haben, die viral geht.
Bleib großartig,
Lia

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